Presseberichte

´1a-Lösung´ für neues Hauptschuldach

Bauarbeiten an 40 mal 47 Meter großem Gebäude abgeschlossen / Versicherung zahlt fast die Hälfte der Kosten

Fast die Hälfte der Kosten des neuen Dachs der Gutenbergschule hat die Stadt Löningen von der Versicherung für den großen Sturmschaden vom 07.03.2019 erhalten.

von Willi Siemer


Löningen - Viel Lob verteilte Löningens Bürgermeister Marcus Willen während einer Pressekonferenz an alle Beteiligten und Betroffenen zum Abschluss der Bauarbeiten am neuen Dach der Löninger Gutenbergschule: Das halbe Dach der Schule sei am 07.03.2019 abgerissen und zu Boden gestürzt, in weniger als vier Monaten danach hätten nach der Ausschreibung die umfassenden Erneuerungsarbeiten jetzt abgeschlossen werden können.

Nach eingehenden Beratungen im Verwaltungsausschuss hätten sich alle einvernehmlich für die „1a-Lösung“, das heißt ein komplett neues, hochwertiges Dach mit einer starken Dämmung als Abdeckung, auf dem 40 mal 47 Meter großen Gebäude entschieden, so der Bürgermeister. Die Gesamtkosten betragen rund 290 000 Euro, 150 000 Euro davon übernimmt die Versicherung als Sturmschaden.

Der Versuch, von der staatlichen N-Bank einen Zuschuss für diese energetische Sanierung und Einsparung von CO2 zu bekommen, sei leider gescheitert, bedauert Fachbereichsleiter Jens Flerlage.

Da das Gebäude bereits über das Löninger Nahwärmenetz mit erneuerbaren Energien geheizt werde, sei die Energiebilanz viel zu gut, um Geld aus diesem Fördertopf zu bekommen. Geld aus der Kreisschulbaukasse gibt es nur für Neubauten und Erweiterungen und nicht für Sanierungen.

Das Dach sei kein Standardprodukt, sondern es handele sich bei diesem sogenannten „FPO-Dach“ um hochwertige und flexible Kunststoffbahnen, die ziemlich wartungsfrei seien und mindestens 20 Jahre halten würden, erläuterte Dachdeckermeister Michael Tewes.

Ein großer Glücksfall in dieser Angelegenheit sei gewesen, dass kein Schüler oder Lehrer durch die herabstürzenden Trümmerteile kurz vor der großen Pause verletzt worden sei, so Willen. Er dankte der Firma, die im März mit allen Mitarbeitern nach dem Schaden angerückt sei, um die zweite Dachhälfte zu sichern und gleichzeitig die Lecks abzudichten, um noch größeren Schaden am Dach zu verhindern. Es freue ihn daher, dass das Unternehmen dann auch die offizielle Ausschreibung der Stadt für das neue Dach gewonnen habe, erklärte Willen.

In den windstarken Wochen nach dem Schaden habe die Schule stets bei Stürmen ab Windstärke acht geräumt werden müssen. Er lobte das Verständnis von Schülern und Lehrern und auch die Zusammenarbeit mit den anderen Schulen im Schulzentrum. Sie hatten Ausweichquartiere zur Verfügung gestellt.


zum oberen Bild:
Freude über den Abschluss: Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit Löningens Bürgermeister Willen, Schulleiterin Anne Berning, dem Vertreter der Versicherung und den Verantwortlichen des Linderner Dachdecker-Firma auf dem neuen Hauptschul-Dach. Foto: Willi Siemer.

zum zweiten Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 06.07.2019.


Quelle:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 06.07.2019.