Presseberichte

Industriegebiet verkauft oder vorgemerkt

Bürgermeister informiert auf erstem „Löninger Unternehmerfrühstück“ über die Entwicklungen und Pläne

Bürgermeister Willen informierte auf dem ersten „Unternehmerfrühstück“ über den Ausbau der Infrastruktur. Die 32 Bauplätze im „Böener Esch II“ werden Anfang 2020 verkauft.
Genehmigungsprozess für „Alte Heerstraße“ beginnt 2020.

von Willi Siemer


Über eine gelungene Premiere einer in Zukunft regelmäßig geplanten Veranstaltung freuen sich die Verantwortlichen der Löninger Stadtverwaltung, Mehr als 80 Unternehmer, Gewerbetreibende und Kaufleute waren gestern der Einladung der Stadt zum ersten „Löninger Unternehmerfrühstück“ gefolgt.

In einem mehr als einstündigen Vortrag informierte Bürgermeister Marcus Willen über aktuelle Entwicklungen, Pläne von Verwaltung und Rat, die Finanzsituation der Stadt und die geplanten Investitionen der kommenden Jahre.

Einen Schwerpunkt bildete dabei der aktuelle Stand der Vergabe und die Planungen für das Ausweisen weiterer Gewerbeflächen.

Deutlich wurde, dass die Löninger Verantwortlichen von der Nachfrage nach den dafür vorgesehenen insgesamt 22 Hektar Gewerbegrundstücken fast überrollt worden sind. Das gilt vor allem für das zwölf Hektar große Industrie- und Gewerbegebiet „Hamstruper Straße“. DieFlächen seien bis auf ein kleineres Grundstück verkauft, reserviert oder Unternehmen hätten ein konkretes Interesse angemeldet, erläuterte der Bürgermeister.

Weit fortgeschritten seien die Planungen für die drei Hektar des Bereichs „Meerdorf Ost III und IV“. Um die Nachfrage möglichst schnell befriedigen zu können, beginnt 2020 der Genehmigungsprozess für das neue Gewerbegebiet „Alte Heerstraße“ im Dreieck der Straße nach Benstrup und der B 213. Hier hat die Stadt bereits sieben Hektar erworben. Erweiterungen würden bereits vorbereitet. Dieser Bereich sei auch wegen der Bundesstraße in Sichtweite attraktiv, so Willen.

Ausführlich erläuterte der Bürgermeister auch den Planungsstand der sechs neuen Baugebiete Böener Esch, Angelbeck, Wachtum, Benstrup, Bunnen und Evenkamp, die zurzeit von den Mitarbeitern der Verwaltung in den Genehmigungsverfahren vorangetrieben würden. Insgesamt würden 115 neue Bauplätze geschaffen. Anfang des kommenden Jahres werde mit dem Verkauf der 32 Bauplätze Böener Esch II begonnen, hier sei der Run besonders groß. Böener Esch III werde daher bereits vorbereitet. Willen erinnerte daran, dass die Stadt erst vor wenigen Jahren wieder selbst in die Baulandentwicklung eingetreten sei, nachdem das zuvor eine Löninger Bank zusammen mit der NLG gemacht habe.

Zufrieden zeigte er sich mit der stabilen Entwicklung der Gewerbesteuer.

Das gelte auch für den wachsenden Anteil an der Einkommensteuer mit über fünf Millionen Euro. Hier zeige sich, dass die Löninger Unternehmen andere Löhne zahlten, als zum Beispiel Schlachthöfe.

Weiter erläuterte er die Anstrengungen von Verwaltung und Rat, die Infrastruktur vor allem im Bereich der Krippen, Kindergärten und Schulen weiter auszubauen.

Insbesondere bei der Betreuung von Kindern bis sechs Jahren sei die Nachfrage und damit auch die Kosten für die Stadt fast explosionsartig gestiegen. So gebe die Stadt für Kindertagesstätten im kommenden Jahr 2,14 Millionen Euro aus.


zum oberen Bild:
Gelungene Premiere: Mehr als 80 Unternehmer, Gewerbetreibende und Kaufleute waren der Einladung der Stadt zum ersten „Löninger Unternehmerfrühstück“ in den „Centralhof“ gefolgt. In einem Rundumschlag präsentierte Bürgermeister Marcus Willen die Haushaltsentwicklung und einige Projekte, wobei die Gewerbe- und Baugebietsflächen hier einen Schwerpunkt bildeten. Foto: Willi Siemer.

zum zweiten Bild:
Positive Entwicklung: Von leicht steigenden Einnahmen aus der Gewerbesteuer geht die Stadt Löningen bis 2023 aus. Für das kommende Jahr sind 6,6 Millionen Euro prognostiziert.

zum dritten Bild:
Von der Nachfrage überrollt: Gekauft, vorgemerkt oder konkretes Interesse angemeldet haben Firmen an dem zwölf Hektar großen Industrie- und Gewerbegebiet „Hamstruper Straße“.

zum vierten Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 29.11.2019.


Quelle:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 29.11.2019.