Presseberichte

Städtische Mitarbeiter für Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners geschult

Sie sind klein, sehen relativ harmlos aus und können doch erhebliche gesundheitliche Bedeutung für Menschen haben: Gemeint sind Eichenprozessionsspinner (EPS), die in der jüngeren Vergangenheit auch vermehrt im Löninger Gemeindegebiet aufgetreten sind. Um zukünftig schneller und hoffentlich wirkungsvoller auf diese EPS, eine Schmetterlingsart, reagieren zu können, hat die Stadt jetzt für alle Bauhofmitarbeiter, die Schwimmbadmitarbeiter sowie alle Hausmeister eine Schulung durchgeführt.

Diese Schulung erfolgte jetzt, da auch bei den aktuell anstehenden Baumpflegearbeiten Vorsicht geboten ist.

Die Gifthaare der Raupen können bei Berührung unangenehme Reaktionen hervorrufen. Dazu zählen Hautirritationen (starker Juckreiz, vor allem abends und nachts, Pusteln und Quaddeln), Atembeschwerden und Augenreizungen. Die Brennhaare können noch nach Jahren die gleiche gesundheitsschädigende Wirkung besitzen. Mit jedem neuen Kontakt wächst die Empfindlichkeit und die Reaktionsintensität steigt mit der Anzahl der Einzelkontakte stetig an. Auch Wild- und Haustiere reagieren empfindlich auf die Gifthaare. Auch können die Haare auf deren Fell haften bleiben und so an den Menschen weitergegeben werden.

Im Jahr 2019 hat die Stadt ca. 7.000 Euro für die Bekämpfung der EPS durch Fremdfirmen ausgegeben, zuzüglich der eigenen Personalkosten. Für das Jahr 2020 wird jetzt bereits von einer Verdopplung dieser Kosten ausgegangen.

Durchgeführt wurde die Schulung von Herrn Bas Tinnevelt vom Unternehmen BTBaumTechnik UG aus Emlichheim. Herr Tinnevelt ist Diplom-Ingenieur für Landeskultur.

Die Stadt weist darauf hin, dass es möglichst gilt, die direkte Kontaktgefahr auszuschließen. Bei Befall mit dem Eichenprozessionsspinner gilt grundsätzlich, dass immer der Eigentümer für eine Bekämpfung verantwortlich ist. Ein Befall wird von der Stadt Löningen erfasst und dokumentiert, sowie für weitere Maßnahmen priorisiert.

Sind die Häutungsprozesse abgeschlossen, ist ausschließlich eine fachmännische Entfernung der Nester einschließlich deren Entsorgung möglich.

Die Stadt Löningen wird auch im bevorstehenden Frühjahr und Sommer nach Möglichkeit Schulen, Kinderspielplätze und hochfrequentierte Wege von den Tieren befreien. Damit orientiert sich die Stadt an einer entsprechenden Empfehlung des Niedersächsischen Gesundheitsministeriums.

Die Verwaltung weist wiederholend darauf hin, dass nicht damit zu rechnen ist, dass das Problem mit den Raupenhaaren des EPS in absehbarer Zeit vollständig beseitigt werden kann. Zum einen, weil der Bestand aus Süden „nachrückt“. Zum anderen, weil der fortschreitende Klimawandel die Population begünstigt. „Wir müssen uns in der Region daher an das Vorkommen der Tiere gewöhnen und bestmöglich damit umgehen“, so der Tenor der Schulungsteilnehmer.


zum Bild:
Die Stadt Löningen hat Mitarbeiter im zukünftigen Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner geschult. Foto: Stadt Löningen.


Ansprechpartner:
Stadt Löningen
Stefan Beumker
Lindenallee 1
49624 Löningen
Telefon: 0 54 32/94 10-40
Telefax: 0 54 32/94 10-36
E-Mail: stefanbeumker@loeningen.de
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