Presseberichte

Helmighausen jetzt geschlossene Ortschaft

Freude bei Verantwortlichen des Löninger Ortsteils über erfolgreichen Abschluss jahrzehntelanger Bemühungen
Die Löninger Bauerschaft Helmighausen ist jetzt geschlossene Ortschaft. Die gelben Schilder weisen darauf hin, dass hier nur noch 50 km/h gefahren werden dürfen.

von Willi Siemer


„Unseren seit Jahrzehnten geführten Kampf für mehr Schutz vor allem unserer Kinder aber auch aller anderen Bewohner haben wir jetzt endlich mit Erfolg abschließen können“: Löningens stellvertretender Bürgermeister Josef Ramler freut sich während eines Ortstermins an der B 213 gemeinsam mit Bezirksvorsteher Heinrich Wesselmann und dem Ratskollegen Egbert Schäpker als Bewohner des Ortsteils, dass endlich die brillant-gelb reflektierenden Ortstafeln „Helmighausen“ an der Bundesstraße 213 aufgestellt worden sind.

Den Antrag der Bewohner aus den rund 50 Haushalten hatte die Stadt unterstützt und an die Kreisverwaltung als verantwortlicher Behörde weitergeleitet. Nach einem Ortstermin der Verkehrskommission und derEmpfehlung der Experten ordnete sie das Aufsteller der Schilder an.

Die Helmighauser und auch die Stadt mit Bürgermeister Marcus Willen und Fachbereichsleiter Jens Flerlage erhoffen sich angesichts des auf inzwischen rund 10000 Lastwagen und Pkw täglich gestiegenen Zahl der Fahrzeuge mehr Sicherheit. Die gelben Tafeln sensibilisiere die Auto- und Lkw-Fahrer und zeigen, „hier beginnt der Ort“, sieht der Bezirksvorsteher den größten Vorteil neben der noch einmal reduzierten Geschwindigkeit.

Denn bisher galt in beiden Richtungen in dem von vielen Hofzufahrten, Straßen- und Wegeanbindungen und einer kurvenreichen Strecke gekennzeichneten Abschnitt Tempo 60. Das wird durch zwei stationäre Blitzer auch kontrolliert.

Die stationären Messgeräte werden nach Angaben von Kreissprecher Frank Beumker an verschiedenen Standorten eingesetzt. Bei der Installation, dem Einbau der Kamera, werde der Grenzwert ohnehin manuell vorgegeben und sei jetzt angepasst worden. Zu den weiteren Konsequenzen gehöre auch, dass innerorts grundsätzlich das Parken auf der Fahrbahn erlaubt ist, so Beumker.

Die Bewohner hatten schon in den Neunzigern wesentlich weitergehende Vorstellungen. Sie forderten eine Fußgänger-Ampel, damit die Kinder, die auf der anderen Seite der Bundesstraße leben und täglich zur Grundschule in Evenkamp, zur Kirche oder zum Sportverein fahren und auch wieder zurück, die Fahrbahn gefahrlos überqueren können. Das sei mehrfach mit Hinweis auf die zu geringe Zahl von Betroffenen abgelehnt worden, ärgert sich Josef Ramler noch heute. Bürgermeister Marcus Willen freute sich, dass der beharrliche Einsatz der Bewohner zu dieser Verbesserung geführt habe. Alles, was die schluchtartige Trennung des Ortes zu beiden Seiten der Bundesstraße abmildere, sei willkommen.


zum oberen Bild:
Jetzt geschlossene Ortschaft: Nach jahrzehntelangem Kampf freuen sich die Verantwortlichen über das Aufstellen der gelben Ortstafeln vor allem auf der Bundesstraße: Bezirksvorsteher Heinrich Wesselmann (von rechts), stellvertretender Bürgermeister Josef Ramler, Jens Flerlage, Stadtverwaltung Löningen, Tomte Schäpker, Ratsmitglied Egbert Schäpker,Teamleiter Heinz Schrandt von der Straßenmeisterei Löningen und Bürgermeister Marcus Willen. Foto: Willi Siemer.

zum zweiten Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 30.06.2020.


Quelle:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 30.06.2020.