Presseberichte

„Wir wollen uns alle in Bewegung bringen“

Löninger Realschule intensiviert langfristiges Projekt „Fit 4 Future“ / Auch Stress und Mediennutzung sind Themen

von Willi Siemer


Mit dem langfristig und umfassend angelegten Projekt „Fit 4 Future“ reagieren die Lehrer und Verantwortlichen der St.-Ludgeri Realschule Löningen auf zunehmend auftretende gesundheitliche Probleme von Schülern. „Bewegungsmangel, unausgewogene Ernährung, fehlende soziale Kontakte und zunehmender Stress haben sich zu wesentlichen Risiken von Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickelt“, erläutern die Initiatorinnen die Gründe für ihre Initiative.

Diese ohnehin zu beobachtende Entwicklung sei durch Corona und die Folgen noch einmal zusätzlich verstärkt worden, so Sportlehrerin Nina Wichmann, Sozialarbeiterin Tanja Schmitz, Sportfachleiterin Julia Mio und Konrektor Sebastian Macke. Wegen des breit angelegten Ansatzes sei es auch eine wichtige Aufgabe, alle Pädagogen und auch die Eltern mit ins Boot zu holen, so Wichmann.

Im ersten Jahr steht der richtige Umgang mit Stress im Vordergrund, im zweiten das Thema Medienkompetenz. Gleichzeitig werden auch Inhalte, das heißt auch Bewegungsübungen und Ernährung angeboten.

Alle Beteiligten sind erleichtert, dass durch die gefallenen Inzidenzzahlen ein großer Teil der geplanten praktischen Übungen „live“ und nicht mehr via Bildschirm stattfinden kann.

Den Anfang machen jetzt die Lehrer mit wöchentlichen Treffen zu Fitness-Yoga sowie Dehn- und Kräftigungsübungen. Diese vorrangig im Freien vorgesehenen Bewegungseinheiten werden auch auf die Schüler ausgedehnt.

Auch wenn natürlich versucht wird, so viel wie möglich live und in der Schule an zu bieten, werden gleichzeitig auch Bewegungsvideos von den Sportlehrern erstellt mit Übungen zur Gesunderhaltung, Koordination, Kräftigung und Ausdauer. Genutzt werden sollen dafür auch zur Verfügung gestellte Spiel- und Sportgeräte. In diesem Zusammenhang sollen diese Geräte zum Beispiel zum Zielwerfen oder zum Seilspringen genutzt werden. Das Ziel sei, mehr Bewegung gezielt in den Schulalltag einzubauen, erklärt Sportlehrerin Wichmann, und zwar nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Lehrer.

Zusätzlich hoffen die Verantwortlichen, dass im kommenden Schuljahr der Sportunterricht wieder ohne die Corona-Einschränkungen seine bisherige und sogar noch die ihm zustehende gesteigerte Bedeutung bekommen wird. „Wir hoffen, dass wir eine Doppelstunde anbieten können“, erklärt der Konrektor. Er zeigte sich überzeugt, dass es gelingen werde alle Akteure in der Schulgemeinschaft auf diesen Weg mitzunehmen: „Wir sind schließlich drei Mal hintereinander als sportfreundliche Schule geehrt worden“.

Teil des umfassendes Angebots sind unter anderem „Anti-Stress-Seminare“ und gesunde Frühstücksrezepte als Anregung für einen gesunden Start in den Tag. Dazu gehörten auch gezielte Entspannungs- und Haltungsübungen.

Teil des Konzepts ist auch die Gestaltung eines Wohlfühlraums für die Schüler, in den sie sich zurückziehen können. Auch hier zeige sich der ganzheitliche Ansatz, der sich nicht allein auf den Sport beschränke, so Wichmann. Ziel sei es, die Lebensgewohnheiten und -stile nachhaltig positiv zu beeinflussen, formuliert es die Sozialarbeiterin.


zum Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 14.07.2021.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 14.07.2021.