Presseberichte

Stadt erhält 2200 Glasfaser-Anschlüsse

Glasfaser Nordwest startet Verlegearbeiten für 1400 Haushalte im Löninger Zentrum/50 Mitarbeiter im Einsatz

Von Willi Siemer

Löningen. In einem kleinen und vor allem kurzen Festakt wegen des Dauerregens haben am Mittwochnachmittag die Verantwortlichen des Unternehmens Glasfaser Nordwest und Vertreter der Stadt mit dem Spatenstich die Verlegearbeiten hochleistungsfähiger Glasfaserleitungen in einem Teil der Löninger Innenstadt begonnen. Er freue sich sehr über den Baubeginn, erklärte Geschäftsführer Andreas Mayer in einem anschließenden Gespräch im Rathaus. Die genutzte Technologie mit über 20 Kilometern Glasfaser sichere die digitale Versorgung der Haushalte und Unternehmen in den kommenden Jahrzehnten mit sogenannten FTTH-Anschlüssen (Glasfaser bis ins Haus).

Bürgermeister Marcus Willen begrüßte die Initiative des Unternehmens, die erst mal im Ortszentrum selbst gestartet werde. Der Spatenstich sei ein klares und starkes Signal für den eigenwirtschaftlichen Ausbau trotz der geführten gerichtlichen Auseinandersetzung in der Frage der Fusionskontrollbeschwerde gegen die Zusammenarbeit von EWE und Telekom.

In den kommenden Monaten werden in der Löninger Innenstadt, begrenzt durch die Hase im Süden und Ringstraße und Oldenburger Ring im Norden, nach Angaben des Unternehmens 2200 Anschlüsse für 1400 Haushalte in die Haupt- und Nebenstraßen verlegt. Nicht angeschlossen werden der gesamte Siedlungsbereich Im Holte und auch die Siedlungen links und rechts der Böener Straße. Da komplett auf klassische Kupferkabel verzichtet werde, sei das neue Netz nahezu störungsfrei und könne auch auf großen Entfernungen stabile Bandbreiten liefern. „Die neuen Anschlüsse ermöglichen Geschwindigkeiten von bis zu 1000 Mbit/s“, freut sich Mayer.

Er betonte, dass Glasfaser Nordwest, ein Joint Venture von EWE und Telekom, einen Ausbau ohne Subventionen nur als Infrastruktur-Anbieter betreibe. Um angeschlossen zu werden, können sich Interessenten an einen der Vermarktungspartner von Glasfaser Nordwest wenden: In Löningen sind das die Telekom und die EWE. Der Geschäftsführer kündigte an, dass die Partner ab November auf die Anwohner zugehen und die Anschlüsse bewerben würden. Im Laufe des kommenden Jahres werde dann angeschlossen, indem die Lücke zwischen dem Kabel an der Grundstücksgrenze und dem Gebäude kostenlos geschlossen werde, so Mayer. „Wir werden unsere Ausbaupläne auf jeden Fall umsetzen und sie nicht von Prozentsätzen von Vorverträgen abhängig machen“, betonte der Geschäftsführer.

Glasfaser Nordwest will nach eigenen Angaben in den kommenden zehn Jahren rund 1,5 Millionen Haushalte in der Region mit Glasfaser erreichen und dafür zwei Milliarden Euro investieren. Die Unternehmens-Vertreter erläuterten, dass in Löningen zwei Baukolonnen im Norden und Süden des Stadtzentrums in den kommenden Wochen mit insgesamt 50 Mitarbeitern im Einsatz seien. Als erster Schritt ist seit Anfang der Woche Glasfaser auf der Linderner Straße bis zum Kreisel verlegt worden. Auf die Qualität der Arbeit werde größter Wert gelegt, betonte in dem Gespräch Bauleiter Hyseni Latif. So werden alle drei Meter Messpunkte gesetzt. Damit könne die exakte Lage der Leitungen auch später noch festgestellt werden.

Foto: Spatenstich: Glasfaser Nordwest Geschäftsführer Andreas Mayer und Bürgermeister Marcus Willen (von links) eröffneten gemeinsam mit den städtischen Verantwortlichen Jens Flerlage (Dritter von links) und Jürgen Noll (Zweiter von rechts) und Vertretern des Tiefbauunternehmens den Beginn der Bauarbeiten für den Ausbau des Glasfasernetzes im Löninger Ortszentrum. Foto: Siemer

Quelle: Münsterländische Tageszeitung vom 01.10.2021