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Desinfektionsständer aktuell der „Renner“

Großeinsatz bei Imbusch Systemmöbel im Hygiene- und Gesundheitsbereich / Desinfektionswagen neues Produkt
Auf einen Erfolg im Medizin-Markt hofft das Löninger Unternehmen für seinen mit einem Partner hergestellten neuen Hightech-Desinfektionswagen.

von Willi Siemer


Mit Hochdruck sind die Mitarbeiter des Bereichs „Systemmöbel“ der Löninger Tischlerei Imbusch damit beschäftigt, die steigende Nachfrage nach Produkten für den Bereich Krankenhäuser, Arztpraxen und den Heil- und Pflegebereich zu erfüllen.

Aktueller Schwerpunkt ist die Produktion von Desinfektionsständern, die in allen Bereichen, in denen noch Publikumsverkehr stattfinden muss, dringend benötigt werden.

„Unsere Mitarbeiter tun ihr Möglichstes, um in diesem Bereich so schnell wie möglich so viel wie möglich für den Desinfektionsschutz gegen das Ausbreiten des Corona-Virus zu unterstützen“, erläutert Peter Imbusch im MT-Gespräch.

Gleichzeitig laufen Vorbereitungen im Unternehmen für einen erhofften Großauftrag der bayrischen Staatsregierung, die für ihre Krankenhäuser 500 Desinfektionswagen bestellen wollen. Die abschließenden Gespräche stünden an, alle Beteiligten hofften, dass der Auftrag auch erteilt werde, erläutert Stephan Schrandt, der mit Peter Imbusch Geschäftsführer des Bereichs „Sytemmöbel“ ist.

Der Betrieb sei aktuell in der Lage, nicht nur die Desinfektionsspender selbst, sondern auch das dazugehörende Desinfektionsmittel zu liefern. Ein Unternehmen hat eine größere Menge der Aufsteller bestellt und als Bonbon und im Tausch für die schnelle Lieferung das Mittel zur Verfügung zu stellen.

Inzwischen hat auch eine regionale Bankengruppe einen Großauftrag für die Desinfektionsspender erteilt.

Ziel sei es natürlich, den so rasch wie möglich zu erfüllen, dafür benötige man aber entsprechenden Material-Nachschub, so Schrandt.

Ein weiteres stark nachgefragtes Produkt, nicht nur von Apotheken und sonstigen Betrieben im Gesundheitsbereich, sind Plexiglas-Scheiben, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Publikumsverkehr und an Kassen vor dem Coronavirus schützen sollen.

Auch hier werde produziert und geliefert, beziehungsweise auch installiert, so Imbusch.

Der Unternehmer ist in der momentanen Situation mit der Gefahr von Lieferengpässen und abbrechenden Lieferketten froh, dass in allen Bereichen der 100 Mitarbeiter umfassenden Tischlerei eine ausreichende Lagerwirtschaft unterhalten wird. Alles, was für die Montage der Desinfektionsständer benötigt werde, habe momentan einfach aus dem Lager geholt werden können.

Das Unternehmen selbst, das an drei Standorten, davon zwei im Gewerbegebiet Meerdorf produziert, hat bereits seit geraumer Zeit die Trennung zwischen den Arbeitsstätten vor allem in den beiden Produktions-Bereichen im Gewerbegebiet organisiert und gleichzeitig als weitere Absicherung des Fortbestehens der Arbeit ein Schichtsystem mit ausreichender Pause dazwischen eingeführt.

Das Löninger Unternehmen hofft nach den erbrachten Leistungen und den Vorgesprächen, dass mit dem Desinfektionswagen das Angebot in Medizin-Bereich weiter ausgebaut wird. Mit diesem gefertigten Hightech-Gerät könnten möblierte Räume vor allem in Krankenhäusern in einem rund zweistündigen Einsatz durch Präzisions-Vernebelung von Desinfektionsmitteln vollständig von mikrobiologischen Gefahren befreit werden. Das gelte sowohl für MRSA-Keime als auch das Coronavirus.

Er habe in mehreren praktischen Tests in einem Krankenhaus bereits seine Wirksamkeit unter Beweis gestellt, erläutert Schrandt. Es sei eine Reduktionsrate von Keimen von letztlich 99,99 Prozent erreicht worden, das übererfülle die üblichen Normen, freuen sich die Verantwortlichen des Löninger Unternehmens.


zum oberen Bild:
Endmontage: Auf die steigende Nachfrage nach Desinfektionsständern und weiteren Produkten aus dem medizinischen Bereich könne das Löninger Unternehmen Imbusch Systemmöbel dank ausreichender Lagerhaltung rasch reagieren. Foto: Willi Siemer.

zum zweiten Bild:
Erfolg versprechender Probe-Lauf: Der Desinfektionswagen soll Krankenhaus-Räume zu 99,899 Prozent keimfrei machen. Foto: Imbusch.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 26.03.2020

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