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Infizierte Person aus Löningen gestorben

Corona: Kreis meldet ersten Todesfall

167 aktive Infektionen hat das Gesundheitsamt nachgewiesen. Bei der 7-Tagesinzidenz gibt es eine leichte Entspannung.


Wie der Landkreis Cloppenburg am Montag mitgeteilt hat, gibt es einen ersten Todesfall, der in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung steht. Wie Kreissprecher Frank Beumker erklärte, ist eine Person aus Löningen verstorben, die positiv getestet war und an Vorerkrankungen litt. „Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen“, erklärte Landrat Johann Wimberg am Montag. Und er betonte: „Wir sind alle weiterhin in der Pflicht, daran mitzuwirken, Risikogruppen so gut es geht vor Infektionen mit dem Coronavirus zu schützen. Daher bleibt es wichtig, sich an die geltenden Regeln zu halten und Rücksicht zu nehmen.“

Die Infektionskurve im Landkreis Cloppenburg kennt seit Tagen nur eine Richtung: nach oben. Zum Vergleich: Während die Kreisverwaltung am 09.09.2020 noch 32 aktive und nachgewiesene Infektionen meldete, sind es mit Stand von Montag (21.09.2020) mittlerweile 165.

Zentrum ist weiterhin die Stadt Löningen. Dort sind aktuell 76 Infektionen nachgewiesen. Die weiteren aktuellen Coronafälle verteilen sich wie folgt auf diese Städte und Gemeinden: Barßel (1), Saterland (4), Friesoythe (5), Bösel (1), Garrel (6), Molbergen (7), Cloppenburg (25), Emstek (10), Cappeln (1), Lastrup (16), Lindern (5) und Essen (8). Aktuell stehen 480 Einwohner des Landkreises unter Quarantäne. 3 Personen werden stationär in einem Krankenhaus behandelt.

Zumindest bei der 7-Tagesinzidenz hat es eine leichte Entspannung gegeben. Sie liegt seit Montagvormittag bei aktuell 58,6. Am Vortag wurde ein Wert von 63,9 gemeldet.


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Kreis schickt weitere Schüler in Quarantäne
Auch eine Pflegerin im Altenheim infiziert sich mit Coronavirus / Keine generelle Absage von Präsenzunterricht


Die Pflegekammer Niedersachsen fordert, Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten alle 14 Tage zu testen. So empfehle es die nationale Teststrategie.

von Matthias Bänsch


Die Cloppenburger Kreisverwaltung meldet weitere Fälle von Corona: Eine Pflegerin aus dem Altenheim Emstek, drei Arbeitnehmer von einem Schlacht- und Zerlegebetrieb in Lindern sowie ein Schüler am Laurentius-Siemer-Gymnasium in Ramsloh sind nach Angaben der Kreisbehörde positiv getestet worden.

Immerhin gute Nachrichten gibt es am Löninger Copernicus-Gymnasium: Rund 150 Schüler sind auf das Coronavirus getestet worden. Das Ergebnis ist bei allen negativ. Es haben sich jedoch zwei weitere Schüler mit dem Coronavirus infiziert. Die Jahrgänge 6 und 8 wurden vom Gesundheitsamt in Quarantäne gesetzt. Die Kontaktpersonen werden ermittelt und abgestrichen.

Nachdem am Sonntag für weitere Schüler im Landkreis eine häusliche Quarantäne angeordnet wurde, fragen sich immer mehr Eltern in den sozialen Medien, welche Strategie die Kreisbehörde in Bildungseinrichtungen verfolgt. Kreissprecher Frank Beumker erklärte auf Anfrage, dass es derzeit keine Pläne gebe, den Präsenzunterricht generell abzusagen – weder kreisweit noch begrenzt für die Südkreis-Kommunen, die als aktueller Hotspot beim Infektionsgeschehen gelten.

Prinzipiell werde es nach dem Bekanntwerden eines Coronafalls an einer Schule automatisch eine Maskenpflicht auch während des Unterrichts geben – für jede Klasse, jeden Jahrgang, für Schüler und Lehrer. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes würden umgehend damit beginnen, die engen Kontaktpersonen (sogenannte K1-Kontakte) der infizierten Person zu ermitteln. Diese würden getestet.

Unter Quarantäne gestellt werden in so einem Fall dann die sogenannten Kohorten. Das kann ein Klassenverbund oder ein kompletter Jahrgang sein. Dies müsse aber von Fall zu Fall entschieden werden. Im Falle des Laurentius-Siemer-Gymnasiums wurde zum Beispiel eine häusliche Quarantäne nicht nur für die Schüler einer Klasse, sondern auch für die Mitglieder der Theater-AG aus zwei Jahrgängen angeordnet.

Die Pflegekammer Niedersachsen forderte unterdessen angesichts der hohen Fallzahlen im Landkreis Cloppenburg, Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten regelmäßig alle 14 Tage zu testen, so wie es die nationale Teststrategie empfiehlt. Diese regelmäßigen Tests seien sowohl im Sinne der Beschäftigten, aber auch zum Schutz der pflegebedürftigen Menschen unerlässlich, sagte Kammerpräsidentin Nadya Klarmann am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Außerdem sollten Pflegefachpersonen in die Krisenstäbe eingebunden werden.


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Corona greift jetzt auch die Psyche an
Löninger sind derzeit besorgt, aber auch genervt / Ansteckungsgefahr wurde offenbar nicht immer ernst genommen

In der Stadt steht das öffentliche Leben wieder weitgehend still. Die Verzweiflung wächst vor allem bei denen, die auf Publikumsverkehr angewiesen sind.

Tafel-Leiter fürchtet dauerhaften Mitarbeiterschwund.

von Georg Meyer


„Erschreckend“, „Gruselig“, „Beängstigend“: Wer Löninger fragt, wie sie die Atmosphäre in ihrer Stadt zurzeit empfinden, bekommt vor allem diese Antworten zurück. Seit mehr als einer Woche steigen die Corona-Infektionen scheinbar unaufhaltsam an. Die Sorge vor einem kompletten Lockdown wächst jetzt - nicht zuletzt unter den Geschäftsleuten.

Maria Abeln hat wie jeden Tag ihr Bekleidungsgeschäft in der Innenstadt geöffnet. Ihre Stimmung sei schlecht, sagt sie. „Für uns Einzelhändler ist das jetzt ganz ganz schwer.“ Schon in den vergangenen Monaten hatte die Pandemie das Geschäft getroffen. „Die Menschen gehen ja weniger raus und brauchen daher auch nichts Neues zum Anziehen“, erklärt Abeln. Und wenn doch, werde immer öfter im Internet bestellt. Dass es Löningen so stark erwischt hat, empfindet sie als besonders bitter. Leicht habe es der Einzelhandel in der Hasestadt ohnehin nicht. Die Ansteckungsgefahr sei offenbar nicht ernst genug genommen worden. „In manchen Restaurants saßen die Leute zuletzt so dicht aufeinander, dass sie sich gegenseitig vom Teller essen konnten“, schimpft sie. Nicht verstehen kann sie, warum in Löningen zwar alle Veranstaltungen abgesagt wurden, in Garrel aber am Sonntag die Geschäfte öffneten. „Auch in Garrel gibt es ja Corona-Fälle. Dann hätte man eben kreisweit alles streichen sollen.“

In Löningen ist ebenfalls ein verkaufsoffener Sonntag geplant, allerdings erst Ende Oktober. Abgesagt sei er noch nicht, betont Stadtmarketingleiter Jörn Willen. Zunächst solle die weitere Entwicklung abgewartet werden. Dass in Garrel kaum über die Ladenöffnung am Sonntag diskutiert wurde, hat ihn zwar gewundert. Kritisieren will er die Geschäftsleute dort aber nicht. „Ich gönne es ihnen - und wir hätten wahrscheinlich genauso entschieden.“

Während also anderswo im Kreis durchaus noch Leben ist, wirkte Löningen am Wochenende wie ausgestorben. Sogar durch die Supermärkte habe „man durchschießen“ können, berichtet Jörn Willen. „In den Restaurants und Gaststätten ist zurzeit nichts mehr los.“ Einige Kneipen hätten bereits freiwillig dicht gemacht. Und der Einzelhandel sei praktisch tot, bestätigt Willen den Eindruck von Maria Abeln.

Dass Handwerker aus Löningen jetzt Probleme haben, außerhalb der Kreisgrenzen einen Auftrag zu bekommen, hat Willen noch nicht gehört. Umgekehrt hätten aber Betriebe von außerhalb ihre Arbeit auf örtlichen Baustellen auf Eis gelegt. „Sie wollen nicht, dass sich ihre Mitarbeiter infizieren“. Willen kennt eine ganze Reihe positiv Getesteter. Es seien vor allem jüngere Männer. „Sie zeigen meist keine Symptome, weshalb die Erkrankung von vielen nicht ernst genommen wird.“

Der befürchtete zweite Lockdown hat die Löninger Tafel bereits ereilt. Sie stellte vergangene Woche den Betrieb ein, nachdem sie einige Wochen lang vergleichsweise normal arbeiten konnte. Leiter Gerhard Einhaus musste auch die für Montag angesetzte Mitarbeiterversammlung canceln. Eigentlich hatte er dort für das ehrenamtliche Engagement werben wollen. Jetzt fürchtet er, einige Helfer auf immer zu verlieren. „Es wird sehr schwer werden, die Tafel wie in Vor-Corona-Zeiten weiterzuführen. Schließen ist leicht, den Betrieb anschließend wieder in Gang zu bringen, ist es aber nicht.“ Zumal Einhaus keine Ahnung hat, wann die Lebensmittelausgabe überhaupt wieder öffnen wird. Die bisherigen Kunden müssen sich mit ihren Anliegen bis auf Weiteres an die Caritas wenden.

Ganz viel unterscheidet das öffentliche Leben in Löningen inzwischen nicht mehr von der Situation im Frühjahr. Neben dem Rathaus, das bereits in der vergangenen Woche die Türen für den Publikumsverkehr versperrt hatte, bleiben nun auch alle Pfarrheime der Kirchengemeinde St. Vitus bis auf Weiteres geschlossen. Auch die für Sonntag geplante Pilgertour „Gemeinsam unterwegs mit einem Rucksack voller Leben“ müsse leider entfallen, heißt es in einer Mitteilung. Erst mal zu bleibt auch der SkF-Laden. Und auch die Friseure haben offenbar weniger zu tun. Laut MT-Informationen ziehen Kundinnen und Kunden bereits vereinbarte Termine wieder zurück. Manchem hängt das Thema mittlerweile zum Hals raus. Es gehe ihm an die Psyche, bestätigt ein Gastronom. „Wir können uns gern über etwas anderes unterhalten, aber bitte nicht über Corona“, sagt er freundlich, aber leicht genervt, amTelefon.

In der Stadt und vor allem im Internet wird längst auch darüber diskutiert, wer für die Infektionswelle verantwortlich zu machen ist. Jörn Willen findet das verständlich, mahnt aber zur Vorsicht. „Ich kann das nicht beurteilen.“ Der Stadtmarketingleiter appelliert lieber an die Vernunft. „Jeder sollte sich jetzt an die Vorgaben halten, damit wir alle so schnell wie möglich da durchkommen.“


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Polizei kontert Vorwurf einer „Corona-Treibjagd“
Kritisierte und kontrollierte Lokale fielen teilweise schon vorher auf


Die „erschreckende Ergebnisse“ der Kontrollen sollen morgen in einem Gespräche mit den Gastwirten erörtert werden. Den Vorwurf gezielter Schikane wies die Polizei unterdessen zurück.

von Matthias Bänsch und Hubert Kreke


Der Streit um krasse Verstöße gegen Corona-Auflagen in Cloppenburger Kneipen geht in die nächste Runde. Mehrere Wirte der Innenstadt müssen nach den Kontrollen am Wochenende mit hohen Bußgeldern rechnen. Vorwürfe ihrer Gäste, die Polizei habe die Besucher von einer Kneipein die nächste „getrieben“, um ihre „Trefferquote“ zu erhöhen, verwies die Polizei ins Reich der Fabel.

Polizei, Ordnungsamt und Kreisbehörde suchen den Dialog mit den Wirten. Am Mittwoch soll es ein Gespräch geben. „Wir wollen miteinander reden, nicht übereinander“, sagte Polizeisprecher Hendrik Ebmeyer am Montag. Die beiden betroffenen Wirte erneuerten stattdessen ihre Vorwürfe. Die Ordnungshüter hätten „maßlos übertrieben“ reagiert und den Musikclub „Life“ geradezu gestürmt, ließen Danile Knorr („Life) und Jens „Jenne“ Kleiböhmer („Jenne‘s“) über ihren Anwalt Otto Höffmann mitteilen. Die Gäste seien alle genau über die Hygienpflichten informiert und dazu kontrolliert worden, schreibt der Anwalt. Dennoch seien einzelne Verstöße nicht immer zu vermeiden. Vom Landkreis forderte Höffmann „mehr Fingerspitzengefühl“ angesichts der schweren wirtschaftlichen Lage der Gastwirte.

Ebmeyer wiest die Kritik zurück. Auf die Musikkneipe habe es zuvor über Wochen Hinweise gegeben, dass gegen den Infektionsschutz verstoßen werde, sagte der Polizeisprecher. Diese Hinweise hätten sich sich bestätigt: Laute Musik, ein DJ, stehende und umherlaufende Gäste, die keine Maske trugen, kein Abstand zueinander und eine Gruppe von Gästen tanzte miteinander, so die Polizei. Der Wirt oder das Personal hätten von sich aus einschreiten müssen, betonte Ebmeyer. Denn landesweit ist Tanz in den Lokalen derzeit nicht gestattet.

Der Wirt legte obendrein ein Hygienekonzept vor, dass die Polizei mit „mehr als mangelhaft“ bewertet. Die Abläufe, um die Hygiene zu sichern, seien „nicht oder unzureichend beschrieben“ gewesen. Wie Ebmeyer bestätigte, war Knorr bereits 14 Tage zuvor belehrt worden, weil er für sein zweites Lokal auch nur ein Hygienekonzept vorweisen konnte, dass den Behörden nicht reichte.

Die Behauptung, dass nach der Kontrolle und Schließung in der Musikkneipe die Besucher regelrecht „verfolgt“ worden seien, wies Ebmeyer zurück: Schon bei der Planung der Kontrollaktion war klar, dass auch „explizit jene Gastronomen aufgesucht werden, die bereits vor 14 Tagen kontrolliert wurden“.

Auswahl und Abfolge seien schon im Vorfeld zwischen Polizei, Ordnungsamt und Kreisbehörde festgelegt worden, betonte er. Erster Anlaufpunkt sei die Musikkneipe gewesen. Die rund 80 Gäste zogen nach der Schließung weiter zum „Jenne‘s“ und bildeten nach Angaben des Inhabers vor der Tür einen Menschenauflauf.

Bei der Aktion am Wochenende hatten die Beamten in Cloppenburg auch live einen Sirtaki-Tanz in einer Shisha-Bar am Bahnhof beobachtet. Der Wirt behauptete zwar, als die Beamten hereinkamen, bei den zehn Tänzern (ohne Maske) habe es sich ausschließlich um Verwandte gehandelt. Die Kontrolle der Ausweispapiere ergab allerdings ein anderes Bild.


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Meine Meinung: Sich feiern in der Opferrolle

von Hubert Kreke


Nachden Corona-Kontrollen in Cloppenburg herrscht in den so genannten „sozialen“ Netzwerken verkehrte Welt: Nicht Wirte, die Regelverstöße geduldet oder sogar selbst begangen haben sollen, werden kritisiert, sondern jene, die auf die Einhaltung der Regeln pochen, umdie neue Infektionswelle im Kreis zu bremsen. Frei nach dem Motto: „Angriff ist die beste Verteidigung“ behaupten Fans der Party-Szene freihändig, Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamtes hätten eine Art „Treibjagd“ veranstaltet, indem sie der Reihe nach Gaststätten überprüften, um Gäste gezielt von einem Lokal ins nächste zu treiben. Was für ein dreister Quatsch. Bei den „Polizeiopfern“ hat offenbar jede Fähigkeit zur Selbstreflektion ausgesetzt. Sonst müsste ihnen dämmern: Wenn ich mich an die Regeln halte, ist es völlig egal, wann und wo ich kontrolliert werde. Andersrum wird ein Schuh daraus: Wären Polizei und Ordnungsamt, statt der Reihe nach Lokale zu kontrollieren, mit einer Hundertschaft überall gleichzeitig aufgetaucht, wäre das Geschrei noch größer, weil damit ein überzogener Generalverdacht gegen alle gastronomischen Betriebe und ihre Gäste zu beklagen gewesen wäre. Allen Wirten sei zugestanden: Es ist ein mühsames und undankbares Geschäft, Menschen, die feiern wollen, an die gültigen Regeln zu erinnern. Wer es aber nicht schafft, sein Hausrecht durchzusetzen, kann und darf auch selbst die Polizei rufen, statt sich hinterher über ihr Eingreifen zu beklagen und sich als Opfer hinzustellen, das von partyseligen Gästen ohne Corona-Rücksichten „überrannt“ worden ist.


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Peinliches Versteckspiel: Gäste kriechen unter den Tisch
Polizei kontrolliert Party in Essen und findet Besucher auch in einer kleinen Abstellkammer


Peinliches Versteckspiel in Essen: Als die Polizei im Rahmen der Corona- Kontrollen in der Nacht eine Party in Essen überprüfte, hockten zwei Gäste unter einem Tisch, sechs weitere hatten sich in eine kleine Abstellkammer gezwängt. Mit mäßigem Erfolg, denn am Ende wurden die Personalien von neun jungen Frauen und Männern (alle etwa um die 23 Jahre alt) aufgenommen. Jeder Einzelne muss nun wahrscheinlich ein Bußgeld von 200 Euro zahlen.

Die Polizei hatte vor allem im Cloppenburger Südkreis kontrolliert. Dort trat in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Allgemeinverfügung des Landkreises Cloppenburg in Kraft. Heißt: Ab Mitternacht mussten die Gaststätten in Löningen, Essen, Lastrup und Lindern geschlossen werden. Gleichzeitig gilt eine Kontaktbeschränkung - auch im privaten Bereich. Es dürfen sich nur noch Gruppen mit maximal sechs Personen treffen. Einzige Ausnahmen: Es handelt sich um maximal zwei Haushalte und/oder ein verwandtschaftliches Verhältnis.

Gegen 1 Uhr nun bemerkte eine Polizeistreife, dass in einer Essener Gaststätte Licht brannte. Die Beamten hörten in ihrem Streifenwagen deutlich laute Musik - die kam aber nicht aus der Gaststätte, sondern rund 50 Meter entfernt aus einem Wohnhaus. Als die Beamten an der Tür klingelten und klopften, wurde die Musik schlagartig abgedreht und das Licht komplett ausgeschaltet.

Nachdem die Beamten nun einige Zeit vor dem völlig dunklen Haus standen und warteten, wurde die Tür über einen Summer geöffnet. Im Partykeller entdeckte die Polizei dann die Teilnehmer der Party -unter dem Tisch und im Abstellraum.



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Pandemieplan lag in der Schublade
Graepel setzte auf schnellen Massentest


Als sich am Freitag vor einer Woche der erste Auszubildende mit einem positiven Coronatest von der Arbeit abmeldete, habe ihm bereits nichts Gutes geschwant, sagt Ralf Sieverding. Der Personalleiter des Löninger Metallbauers Graepel sollte Recht behalten. Bis zu 70 Mitarbeiter musste er im Laufe der vergangenen Woche in Quarantäne schicken. Das Sicherheitskonzept habe aber gegriffen, sagt er.

Der Reihe nach: Nach dem ersten Covid-19-Fall waren am folgenden Wochenende drei weitere hinzugekommen. Insgesamt hätten sich sieben Mitarbeiter das Virus eingefangen, allesamt junge Leute, berichtet Sieverding. „Sie kommen aus fast allen Betriebsbereichen.“ Nur die Fertigung sei bislang verschont geblieben. Glück im Unglück: Die Firma hatte im Vorfeld einen Pandemieplan ausgearbeitet. „Den haben wir jetzt aus der Schublade geholt“. Sieverding wartete nicht auf eine Anordnung, sondern entschied, dass alle 250 Mitarbeiter am Standort sich testen lassen sollten.

Das geschah gleich zu Wochenbeginn. Die Proben wertete ein Labor in Höltinghausen aus. „Es waren immer Zehnerproben. Sobald eine positive dazwischen war, wurde weiter untersucht.“ Auf diese Weise erhielten die Löninger schnelle Ergebnisse. Bei den Beschäftigten war außerdem gleich ein zweiter Abstrich genommen worden.

Seine Azubis meldete Sieverding vorsorglich von der Berufsschule ab. Auch in den Betrieb durften sie nicht mehr hinein. 24 Lehrlinge befinden sich derzeit in Quarantäne. Sechs weitere unterliegen zwar nicht der Quarantänepflicht, blieben bislang aber noch zu Hause. Sie wurden gestern erneut getestet. Sollten die Tests negativ sein, dürfen sie heute wieder zur Arbeit kommen.

Der Ausfall von gut einem Drittel der Belegschaft sei nicht einfach zu kompensieren, bestätigt Ralf Sieverding. Die Firma hat wieder auf Corona-Modus umgestellt. Dazu gehören ein veränderter Schichtbetrieb, erhöhte Hygieneregeln und, wenn möglich, Homeoffice und Videokonferenzen. Der gesamte Betrieb wurde außerdem gründlich desinfiziert. Probleme mit den Kunden gebe es aber nicht, betont Sieverding. „Wir sind aktiv an sie herangetreten und haben viel Verständnis zurückerhalten.“ Termine wurden allerdings verschoben, die Teilnahme an einem Verbandstreffen abgesagt. „Ich glaube nicht, dass unsere Branchenkollegen im Moment gern Löninger neben sich stehen haben möchten“.

Wichtig in so einer Situation sei es, für Klarheit zu sorgen, betont Sieverding. „Es ging zwar Hals über Kopf, aber es waren die richtigen Entscheidungen“, ist der Personalchef überzeugt. 


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zum oberen Bild: 
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 22.09.2020.


zum zweiten Bild:
Leere Fußgängerzone: Die Pandemie hat Löningen voll erfasst. Die Stadt ist kreisweit der Coronaschwerpunkt. Foto: Siemer.


zum dritten Bild:
Stellt Bleche her: Die Firma Graepel ist weltweit aktiv. Auch sie hat mit dem Corona-Ausbruch in Löningen zu kämpfen. Foto: Graepel.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 22.09.2020.

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fotoART by Thommy Weiss  / pixelio.de
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