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Klinik-Netzwerk ist gegen Neurologie

In Cloppenburg wird für die Abteilung geworben / Schlaganfall-Experten in Quakenbrück sehen darin keinen Sinn

Lieber länger fahren, als zuerst im falschen Krankenhaus landen

von Georg Meyer


Landkreis Cloppenburg/Quakenbrück - Am Mittwoch berät der Krankenhausplanungsausschuss des Landes darüber, ob unter anderem im Cloppenburger St.-Josefs-Hospital eine neurologische Abteilung zur Behandlung von Schlaganfallpatienten aufgebaut werden soll. Gegenwind kommt vom „Neurovaskulären Netzwerk Nord-West“, dem auch das Christliche Krankenhaus Quakenbrück angehört. Zusätzliche Neurologien würden den Konkurrenzkampf um Fachkräfte verschärfen und die Versorgung der Patienten verschlechtern, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Schlaganfälle entstehen meist, wenn ein Gefäß im Gehirn durch ein Blutgerinnsel verschlossen wird. Im Oberstübchen kommt dann weniger Sauerstoff an, was zur Folge hat, dass die betroffenen Zellen absterben. In Quakenbrück ist erst im September ein hochmoderner Behandlungsraum in Betrieb gegangen, in dem auch minimalinvasive Eingriffe möglich sind. Mit ultradünnen Drähten entfernt dort Radiologe Dr. Asmus Wulff die gefährlichen Verstopfungen. Der Patient wird zuvor geröntgt, ein Kontrastmittel macht die verschlossene Stelle sichtbar. Den Draht führt Wulff über die Leistengegend ein. Nicht in jedem Fall wird operiert. „Das entscheiden wir individuell nach der Untersuchung“, erklärt Chefarzt Dr. Michael Hotz.

Lange stand die Medizin dem Schlaganfall weitgehend hilflos gegenüber. Erst 1997 kam das erste Medikament zur Akutbehandlung auf den Markt. Mittlerweile hat die Therapie erhebliche Fortschritte gemacht. Der Faktor Zeit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Im Nordwesten stellen neun Krankenhäuser die Versorgung sicher. Wer zum Beispiel in Friesoythe einen Schlaganfall erleidet, wird vom Rettungsdienst in die Ammerlandklinik nach Westerstede gebracht. Patienten aus Cloppenburg müssen ins über 20 Kilometer entfernte Quakenbrück.

Aus Sicht von Matthias Bitter ist das aber kein Problem. „47 Prozent der Patienten erreichen eine der Schlaganfallkliniken innerhalb des Zeitfensters, in dem die verschlossene Arterie noch mit Infusionen geöffnet werden kann“, berichtet der Geschäftsführer des Christlichen Krankenhauses. Im Bundesdurchschnitt seien es nur 43 Prozent. Spezialabteilungen wie in Quakenbrück müssten sich hinter Universitätskliniken nicht verstecken. „Dieses Spitzenniveau haben wir uns jahrelang erarbeitet“, betont Bitter.

Der Antrag des St.-Josefs-Hospitals liegt bereits seit mehr als fünf Jahren in Hannover. Eine Bürgerinitiative fordert ebenfalls eine Neurologie in Cloppenburg und hat dafür Unterschriften gesammelt. Die Entscheidung wurde immer wieder vertagt. Am Mittwoch findet die dritte Beratungsrunde statt. Letztlich könnte Sozialministerin Daniela Behrens die Abteilung auch im Alleingang genehmigen. Was die Cloppenburger freuen würde, wäre aus Sicht von Matthias Bitter ein schwerer Fehler. Auch unabhängige Experten unterstützten die Neurovaskulären Zentren, sagt er und warnt vor einer „Atomisierung“ der Versorgung. Stattdessen sollten die bereits starken Standorte weiter gestärkt werden.

Allerdings gibt es in Teilen des Landkreises Cloppenburg, vor allem aber im Emsland, noch einige weiße Flecken, also Gegenden, aus denen der Rettungsdienst manche Patienten nicht innerhalb der vorgeschriebenen 60 Minuten in eine der Netzwerkkliniken bringen kann. Hier sieht Bitter noch Verbesserungsmöglichkeiten, etwa durch den Straßenausbau. Grund genug, weitere Neurologien einzurichten, ist das für ihn aber nicht. „Wenn die dann nicht alles bieten können, was der Patient braucht, wird er zu uns weitergeschickt.“ Und das koste wiederum wertvolle Zeit. Am Ende sei es besser, einige Minuten länger zu fahren, als zuerst im falschen Krankenhaus zu landen.

Bitter fürchtet außerdem ein Hauen und Stechen um die schon jetzt raren Fachkräfte. Die Situation werde sich durch die demografische Entwicklung ohnehin verschärfen. Außerdem wurden vergangenes Jahr Personaluntergrenzen in der Neurologie und für die Akut-Abteilungen eingeführt. „Es wird immer schwerer, die offenen Stellen zu besetzen“. Sollten sich die Krankenhäuser das Personal gegenseitig wegschnappen, müssten am Ende alle mehr arbeiten, um die Lücken zu füllen. Leidtragende wären die Patienten, sagt Bitter.

Erst im Oktober waren zwei Orthopäden von Cloppenburg nach Quakenbrück gewechselt. Mit gezieltem Abwerben habe das jedoch nichts zu tun gehabt, wehrt der Klinikmanager ab. „Die Mediziner kamen auf uns zu, es war nicht umgekehrt.“ Dass die Cloppenburger gern eine Neurologie hätten, kann er zwar verstehen. Der Antrag sei mittlerweile aber „unsinnig“ geworden. „Die Entwicklung der Medizin geht ganz klar in Richtung Spezialisierung.“ Es sei an der Zeit, dies anzuerkennen. Bitter: „Alles andere wäre eine rein politische Entscheidung.“


zum Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 23.11.2021.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 23.11.2021.

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zum Bild:
Grafik: Thommy Weiss  / pixelio.de.

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